Ein Burnout ist weder eine Modeerscheinung noch ein psychologischer Fachbegriff oder eine Managerkrankheit. Ein Burnout ist eine sehr ernstzunehmende Situation, in der Menschen ihre Grenzen so lange überschreiten, bis sie irgendwann umfallen. Kann ein Jakobsweg hier die Notbremse sein? Ja!
Kann er tatsächlich. Menschen, die sich ausgebrannt fühlen, die das Gefühl haben in einem Hamsterrad zu stecken, nicht mehr abschalten zu können und immer auf über hundert Prozent zu laufen, haben große Schwierigkeiten Distanz zu ihrem Leben zu schaffen. Wenn der Burnout naht, hilft kein Saunabesuch oder Netflixabend mehr um sich zu entspannen. Was aber helfen kann, ist aus dem Alltag auszusteigen und wochenlang nur noch einen einzigen Job zu haben: durch die Natur laufen. Von morgens bis abends. Wäsche waschen, essen, schlafen. Wieder von vorne. Das Leben auf dem Jakobsweg ist so anders als das, was du im Alltag jeden Tag erlebst. Es gibt einfach nichts zu erledigen. Du bist in einem anderen Land, mit jedem Tag anderen Menschen und deine einzige Aufgabe ist es, einen Fuß vor den anderen zu setzen. Das kann dir die nötige Distanz zu deinem Leben bringen, die du brauchst, um neue Lösungen zu finden. Denn so wie es ist, kann es nicht weitergehen. Eine Garantie gibt es aber natürlich leider nicht. Aber unglaubliches Potenzial.
Menschen, die kurz vor einem Burnout stehen, haben oft Schwierigkeiten die Kontrolle abzugeben. Pass auf, dass dein Camino nicht zu einem Projekt wird, das du bis ins Detail planst. Auf der anderen Seite ist ein zu weniger geplanter Jakobsweg aber auch ein Stressfaktor für Menschen mit einem hohen Kontrollwunsch. Die Lösung ist hier: Den Jakobsweg von jemandem planen lassen, dem du vertraust und dabei einzuplanen, was für dich persönlich wichtig ist um den Jakobsweg zu einem Erfolg zu machen.
Überlege dir vorher, was die Faktoren sind, die dir wichtig sind beziehungsweise, die dir Stress machen. Macht es dir Stress, wenn du weißt du musst jeden Tag eine bestimmte Strecke schaffen weil schon ein Zimmer reserviert ist? Dann kann es die bessere Lösung sein nichts zu buchen und jeden Tag spontan zu schauen wie viel du laufen möchtest. Wenn du den Punkt erreichst, an dem du an deine Tagesgrenze kommst, schreibst du mir und ich suche dir eine Unterkunft, die noch etwas frei hat. Es kann aber auch andersherum für dich richtig sein und du fühlst dich gut damit zu wissen: Heute stehen 20km auf meinem Programm und am Ende wartet ein Zimmer im Hotel Soundso auf mich. Alles, was ich heute zu tun habe, ist 20km zu gehen.
Ein Burnout ist keine psychische Erkrankung, es ist ein aus Erschöpfung resultierendes Syndrom, das verschiedene Symptome hat – zu jedem Burnout gehört allerdings eine enorme Erschöpfung. Der ICD-11 klassifiziert einen Burnout explizit als berufsbezogen aber dem möchte ich widersprechen. Eine permanente Überlastung, fehlende Grenzsetzung und ein chronisch hohes Stresslevel müssen nicht zwangsweise mit einem bezahlten Beruf zu tun haben. Aber darum soll es hier nicht gehen. Sondern um die Frage, ob ein Jakobsweg eine gute Idee ist, wenn du bereits unter der Belastung kollabiert bist.
Grundsätzlich halte ich einen Jakobsweg für eine gute Idee für Burnout-Patienten. Allerdings gilt hier, wie bei Menschen mit Depression, Angst- oder Panikstörung oder PTBS auch, dass zunächst eine Stabilisierung im professionellen Umfeld stattfinden sollte. Wenn es dir so dreckig geht, dass du morgens schon weinend aufwachst und es Stunden braucht, bis du die Energie aufgebracht hast das Bett zu verlassen, dann ist wahrscheinlich auch ein Jakobsweg zu viel. Wenn es dir aber schon ein bisschen besser geht und es sich richtig anfühlt das gewohnte Umfeld zu verlassen, dann hat ein Jakobsweg ganz klare Vorteile im Vergleich zu einem Strandurlaub auf Mallorca. Nichts gegen Strandurlaub auf Mallorca, in manchen Fällen ist genau das perfekt, am besten in einem All-Inclusive-Resort, in dem dir alles abgenommen wird und du einfach nur vor dich hinexistieren kannst. Aber in den meisten Fällen, ist ein Jakobsweg heilsamer. Du bist den ganzen Tag draußen und dein Blickfeld besteht nicht aus dem Fernseher und derselben Wand, auf die du seit Jahren starrst. Sondern aus dem Meer oder einem Eukalyptuswald.
Hi, ich bin Nicoletta und ich plane und supporte deinen Jakobsweg. Lass uns loslegen! Ich bin meinen ersten Jakobsweg 2017 gelaufen, ein halbes Jahr nach meinem Burnout. Und es war gleichzeitig magic und überfordernd. Ich hatte keine Ahnung, ob ein Jakobsweg eine gute Idee sein könnte, es war mehr ein Bauchgefühl. Ich hatte zu dem Zeitpunkt noch eine leichte generalisierte Angststörung, vereinzelte depressive Schübe und eine unbehandelte kPTBS. Ich war zwar nicht mehr im akuten Burnout, aber auch noch nicht wieder gesund. Und vor allem hatte ich keine Ahnung, was ein Jakobsweg bedeutet und welche Herausforderungen auf mich zukommen. Ich habe unendliche Stunden recherchiert, habe versucht mich organisatorisch und emotional bestmöglich vorzubereiten und bin im April 2017 dann tatsächlich in Porto aufgeschlagen um meinen Camino anzutreten.
Die folgenden zwei Wochen waren ein einziges auf und ab. Auf der einen Seite konnte ich mir selbst beim wachsen und aufblühen zusehen. Schon an Tag vier habe ich nicht mehr vorab gebucht sondern darauf vertraut dass der Weg mir geben wird, was ich brauche. Ich habe mit Menschen, die ich nur ein paar Minuten kannte, tiefe Gespräche geführt. Ich hatte Momente, in denen ich mich absolut frei und glücklich gefühlt habe und gar nicht wusste wohin mit meinen Emotionen. Ich war glücklich. Zum ersten Mal seit langem habe ich mich stark, stabil, frei und ruhig gefühlt. Und dann war da die andere Seite – immer wieder haben die kleinen Herausforderungen des Wegs mich umgehauen. Wenn auf einmal kein Zimmer frei war, wenn ich am Ende meiner Energie war. Wenn es auf einmal zu viel für mich war so lange mit meinen Gedanken alleine zu sein. Als mir das Wasser ausgegangen ist und ich eine Panikattacke mitten im Wald hatte. Manchmal war es einfach zu viel, zu viel Unbekanntes, zu viel Abenteuer. Und keiner, an den ich mich wenden konnte.
Die anderen Pilger wussten nichts von meiner Situation und waren auch einfach mit ihrem eigenen Jakobsweg beschäftigt. Und meine Menschen zu Hause hatten keine Ahnung wie es sich anfühlt auf dem Jakobsweg zu sein. Hätte ich damals jemanden gehabt, der sich auskennt – mit dem Jakobsweg und mit Burnout – den ich alles fragen kann und der im Notfall rund um die Uhr erreichbar ist, wäre mein erster Jakobsweg keine gemischte Erfahrung gewesen, sondern einfach nur unfassbar heilsam. Mein erster Jakobsweg war trotzdem eine sehr gute Entscheidung und voller Wachstum, aber dieses Wachstum kam teilweise mit einem Preis, den ich lieber nicht bezahlt hätte.
Ich bin an deiner Seite – digital oder sogar in Person. Ich verstehe sehr gut was ein Burnout und was ein Jakobsweg bedeutet. Und ich helfe schon seit 2019 Menschen, ihren Jakobsweg zu einem Erfolg zu machen und nicht zu einer überfordernden Erfahrung. Dabei bleibt es dein ganz persönlicher Jakobsweg. Aber du gibst die Planung in die Hände eines Profis und hast jemanden, der vorab und unterwegs immer für dich da ist. Egal ob für organisatorische oder emotionale Krisen. Ich bin selbst schon 4000km gepilgert, ich bin ausgebildete psychologische Beraterin und Mental Health Ersthelferin und zusammen machen wir deinen Jakobsweg trotz Burnout möglich! Melde dich für eine kostenlose Erstberatung oder schicke mir eine E-Mail oder WhatsApp!
Hi, ich bin Nicoletta und ich plane und supporte deinen Jakobsweg. Lass uns loslegen!Kann ein Jakobsweg einen Burnout noch aufhalten?
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